Wertbeständig Bauen – leistbar Wohnen

In Tirol stellen Bauen und Wohnen eine besondere Herausforderung dar, da lediglich zwölf Prozent der Landesfläche für dauerhafte Besiedelung geeignet ist. Aus diesem Grund gilt es besonders achtsam und verantwortungsvoll mit unserem Tiroler Siedlungsraum umzugehen. In nur einem Menschenalter hat sich die Bevölkerung Tirols von rund 400.000 auf heute circa 750.000 Einwohner fast verdoppelt. Dazu hat sich die Anzahl der Gebäude von rund 58.000 im Jahr 1951 auf circa 177.000 im Jahr 2011 verdreifacht. Auch die Anzahl der Wohnungen hat sich von rund 120.000 im Jahr 1961 auf circa 375.000 im Jahr 2011 nahezu verdreifacht.

Alle diese Faktoren führen für uns Freiheitliche zu dem logischen Schluss, dass dringend der undifferenzierte und unkontrollierte Zuzug gestoppt werden muss und dieser durch gedrosselte und selektive Zuwanderung zu ersetzen ist. Dadurch kann die Nachfrage, welche die letzten Jahre nahezu explosionsartig angestiegen ist, gesenkt werden. Gleichzeitig kann dann durch eine Erhöhung des Angebotes der Marktpreis sowohl für Grundstücke als auch für Mietwohnungen gesenkt werden. Zudem muss massiv gegen den Zweitwohnsitzmissbrauch vorgegangen werden. Ziel ist es, sozial verträgliche Mieten an den Bedarf angepassten Wohnungen zur Verfügung zu stellen und die Schaffung von Eigentum zu unterstützen.

Besonders unterstützt werden sollen junge Tiroler Familien im unteren und mittleren Einkommenssegment. Für viele sind die Wohnkosten erdrückend. Etwa ein Zehntel der Tiroler muss mehr als 40 Prozent des Einkommens fürs Wohnen samt Nebenkosten verwenden. Für die FPÖ ist bezahlbarer Wohnraum die unabdingbare Voraussetzung für die Gründung von Familien, welche die tragende Säule der Gesellschaft darstellen.

Im Bereich „Kunst am Bau“ muss überdacht werden, ob dies gerade bei Sozialwohnungen sinnvoll ist. Die FPÖ denkt, dass dies nur zu unnötigen Teuerungen führt. Aus diesem Grund sollte Kunst am Bau für Sozialbauten ausgesetzt werden. Hingegen muss es verschärfte Kontrollen für barrierefreie Umbaumaßnahmen öffentlicher Gebäude geben. Menschen mit Behinderung muss der Zugang zu allen öffentlichen Einrichtungen unbedingt ermöglicht werden.

Wir garantieren vollen Einsatz für:

  • Ankurbelung des sozialen Wohnbaus
  • Evaluierung und Adaptierung der Bau- und Raumordnung
  • Transparenzdatenbank für Förderungen
  • Sicherung von Baulandreserven für die nächsten Generationen – sparsamen Umgang mit unserem Grund und Boden
  • Beschleunigung der Bauverfahren
  • Gebührenbremse zu Gunsten niedrigerer Betriebskosten (Müllgebühren, Kanalgebühren…)
  • Stopp des grenzenlosen Zuzugs – nur qualitative Migration
  • Verlängerung des Handwerkerbonus – Eindämmung der Schwarzarbeit
  • Investitionsförderung bei Wohnraumschaffung für Eigenbedarf
  • verschärfte Kontrollen auf vorgeschriebene Umbaumaßnahmen öffentlicher Gebäude im Hinblick auf Barrierefreiheit
  • Kampf gegen Zweitwohnsitzmissbrauch
  • Erleichterung bei der Schaffung von Eigentum – Starterwohnungen
  • keine „Kunst am Bau“ bei Sozialbauten
  • keine Wohnbauhilfe für Drittstaatsangehörige
  • ohne Deutsch keine Sozialwohnung – Einforderung der Integrationsvereinbarung
  • Sozialwohnung erst nach fünf Jahren Hauptwohnsitz in Österreich
  • Regelmäßige Überprüfung von Sozialwohnungen auf Bedarf des Bewohnenden
  • Zweckwidmung der Wohnbauförderung
  • vereinfachtes und gerechtes Mietrecht

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