Geplante Fremdfinanzierung in der Höhe von 63 Millionen geht zu Lasten anderer Projekte.

Für GR Rudi Federspiel (Liste Rudi Federspiel)  und FPÖ-KO GR Markus Abwerzger sind die steigenden Projektkosten für die Errichtung der Regionalbahn nicht hinnehmbar: „ Im Jahr 2006 haben wir mit einer Kostenschätzung von ca. 300 Millionen Euro begonnen, mittlerweile stehen die Prognosen schon bei 400 Millionen Euro – das sind mittlerweile Mehrkosten von 1,4 Milliarden Schilling und nach oben hin ist noch lange nicht Schluss. Der Bund ist aus der Finanzierung ausgestiegen und wie die Stadt Innsbruck das finanzieren soll, steht in den Sternen. Es droht ein finanzielles Desaster – Das alles für eine Straßenbahn, die eventuell maximal drei Gemeinden miteinander verbinden wird“, erklären beide Stadtpolitiker. Rudi Federspiel wundert sich angesichts der explodierenden Kosten über den Gleichmut der Stadtregierung: „Anstatt das Projekt nach dem Ausbau der Verbindung zum fünften Gymnasium abzubrechen, den federführenden Projektleiter DI Martin Baltes zu feuern und damit finanziell noch einmal mit einem blauen Auge davon zu kommen, applaudieren die Ampelkoalitionäre und rennen wie die Lemminge dem sicheren Untergang entgegen. Wenn dann die Bürgermeisterin behauptet, das Projekt schaffe Arbeitsplätze, so ist das unseriös. Dass die Baubranche kurzfristig etwas verdient, rechtfertigt diese Fehlinvestition nicht.“

Fachlich stehe das Projekt nicht dafür, äußert sich Mag. Abwerzger: „In der heutigen erweiterten Stadtsenatssitzung wurde gesagt, dass 63 Millionen Fremdfinanzierung notwenig ist, das ist ein Wahnsinn. Es wurde auch davon gesprochen, dass das Geld andernorts eingespart werden muss“, so der FPÖ-Politiker, der weiters ausführt: „Der Verlust an Anwohnerparkplätzen im Osten Innsbrucks und die vielen im Prinzip unnotwendigen Tiefbauarbeiten, die nur wegen dieser Monsterbahn veranstaltet werden, sind nicht zu rechtfertigen.“

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