FPÖ fordert eine Landesoffensive zur Bekämpfung des Hausbrandes. Firmen und Haushalte sollen finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie Filter einbauen.

Zu den Medienberichten über die Feinstaubbelastung in Tirol durch die Auswirkungen des Hausbrandes stellt FPÖ-Landtagsklubobmann LAbg. Rudi Federspiel fest: „Die Grünen entpuppen sich als Trittbrettfahrer, denn die FPÖ brachte im November 2013 einen Antrag ein, dass eine Novelle des Tiroler Heizungsanlagengesetz kommt, in welcher vorgesehen wird, dass in einem Zeitrahmen von 5 Jahren alle Kamine im Bundesland Tirol mit einer Filteranlage ausgestattet werden sollen. Zugleich sollen Firmen und Haushalte finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie Filter einbauen. Dieser Antrag wurde von den Regierungsparteien in den Ausschusssitzungen zum Februarlandtag ausgesetzt und somit auf die lange Bank geschoben“, erläutert Federspiel. Landesparteiobmann KO GR Mag. Markus Abwerzger konkretisiert wie folgt: „Die gesundheitlichen Folgen der Luftverunreinigung durch den Hausbrand sind schon seit Jahren wissenschaftlich ausreichend nachgewiesen und gut belegt. Es besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen Feinstaubbelastung und Beeinträchtigungen des Schwangerschaftsverlaufes, Bronchitis, Asthmaanfälle, verminderter Lungenfunktion, akuten Mittelohrentzündungen, Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems und höherer Sterblichkeit. Sowohl die EU als auch auf nationaler Ebene gibt es seit Jahren diesbezügliche Initiativen.“ Er verweist auf das Programm Tirol des Umweltbundesamtes worin es heißt: „Im Bereich Hausbrand ist ausgehend von technologischen Neuerungen, der fortlaufend angepassten Wohnbauförderung sowie Weiterführung der rechtlichen Grundlagen (z.B. Tiroler Bauordnung) im Bereich des Standes der Technik ebenfalls mit zusätzlichen Einsparungen im Bereich von NOx und PM10 zu rechnen.“ Mag. Abwerzger und Federspiel erinnern daran, dass der Hausbrand vor allem für die schlechte Luftqualität im Inntal hauptverantwortlich ist: „Der Verkehr ist nur teilweise verantwortlich, darum sprechen wir uns auch gegen einen generellen Lufthunderter aus und fordern zugleich die Wiedereinführung des sektoralen Fahrverbots.“

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