FPÖ-Landesparteiobmann fordert eine Novelle des Verwaltungsstrafgesetzes und des Tiroler Jugendschutzgesetzes dahingehend, dass an Personen unter 21 Jahren keine Ersatzfreiheitsstrafen zu vollziehen sind, sondern eine Form der Diversion nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung eingeführt wird.

Für Landesparteiobmann KO GR Mag. Abwerzger zeigt der jüngste Anlassfall, hinsichtlich einer Minderjährigen, die die Ersatzfreiheitsstrafe antreten müsste, da sie die Verwaltungsstrafe wegen illegalem Zigarettenkonsum nicht bezahlt hat, dass das Verwaltungsstrafgesetz und das Tiroler Jugendschutzgesetz adaptiert, bzw. novelliert gehört: „Ich unterstütze die Forderung der Kinder- und Jugendanwältin des Landes Tirol Mag. Elisabeth Harasser hinsichtlich eines Umdenkens der geltenden Bestimmungen“, so Mag. Abwerzger, der eine Novelle des Verwaltungsstrafgesetzes dahingehend einfordert, dass an Personen unter 21 Jahren keine Ersatzfreiheitsstrafen zu vollziehen sind, sondern eine Form der Diversion nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung eingeführt wird. „Die Kosten des Vollzuges stehen in keinem Verhältnis zu den Strafen in diesen Bereichen. Weiters würden die Jugendlichen, wegen derartigen Lappalien gesellschaftlich stigmatisiert und am beruflichen, bzw. schulischen Fortkommen behindert“, merkt Mag. Abwerzger an. Ihm schwebt vor allem der Paragraph 201 StPO vor. „Es wäre sinnvoll, dass Jugendliche, die eine Verwaltungsübertretung begangenen haben, sich ausdrücklich bereit erklären können, innerhalb einer zu bestimmenden Frist von höchstens sechs Monaten unentgeltlich gemeinnützige Leistungen zu erbringen, je nach Strafhöhe der Verwaltungsstrafe.“

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