FPÖ erinnert an Langzeitforderung nach örtlich begrenzten Gebiet, wo Prostitution legal betrieben werden kann. Räumliche Ausdehnung von Bordellen und etwaigen Laufhäusern ist zu hinterfragen.

Für FPÖ-Landesparteiobmann und Klubobmann im Innsbrucker Gemeinderat GR Mag. Markus Abwerzger und Landtagsklubobmann LAbg. GR Rudi Federspiel ist die medial aufgeflammte Diskussion  um die Bewilligung eines Laufhauses in Innsbruck wenig hilfreich: „Ein Laufhaus würde die angespannte Situation am Innsbrucker Straßenstrich nicht eindämmen. Jeden Abend stehen mehr als 30 illegale Sexarbeiterinnen am Südring und am Mitterweg und bieten meist unkontrolliert ihre Dienste an“, so Federspiel und Mag. Abwerzger. Beide erinnern an die Langzeitforderung nach einer Novelle des Landespolizeigesetzes. „FPÖ und Liste Federspiel forderten seit Jahren einen eigenen räumlich begrenzten Bereich, wo Sexarbeiterinnen legal und kontrolliert ihrer Tätigkeit nachgehen können. Dadurch wäre auch eine verpflichtende Gesundheitsuntersuchung gewährleistet gewesen“, merken beide Politiker an. „Wir haben ständig Maßnahmen eingefordert, bereits 2013 brachten wir einen diesbezüglichen Antrag im Gemeinderat ein, der aber nicht die Mehrheit fand. Das Problem mit den zahlreichen illegalen Prostituierten besteht ja seit Jahren.“ FPÖ-Chef Mag. Abwerzger verweist darauf, dass „die Eigen- und Fremdgefährdung durch erkrankte Sexarbeiterinnen massive strafrechtliche Konsequenzen mit sich ziehen. Die Landesregierung und die Stadtregierung hätten bereits seit Jahren etwas machen können, damit die Flut an illegalen Prostituierten eingedämmt worden wäre.“ Für Mag. Abwerzger und Federspiel  steht fest, dass es nachhaltige gesetzliche  Maßnahmen benötigt, denn kurzfristige Erfolge reichen nicht aus: „Das Problem muss an der Wurzel gepackt werden, die Bekämpfung einzelner Symptome ist zu wenig.“ Weiters brauche es die behördliche Verfolgen der Hintermänner und der Wohnungsvermieter: „Die Vermieter der Wohnungen kassieren Gelder, es ist auch fraglich inwieweit die Sexarbeiterinnen von kriminellen Banden ausgebeutet werden. Delikte wie Schlepperei und organisierte Kriminalität müssen geprüft werden. Der derzeitige Zustand ist nicht mehr tragbar.“ Abschließend merken beide Politiker an, dass auch die räumliche Ausdehnung von Bordellen und etwaigen Laufhäusern zu hinterfragen ist: „Wenn nun ein Laufhaus am Westbahnhof genehmigt werden würde, dann ist nicht nur das Gebiet am Hauptbahnhof und die Rossau Innsbrucks Sexmeile sondern auch der Westbahnhof, ein Gebiet, deren Anrainer, seit Jahren mit der illegalen Prostitution massive Probleme hat.“

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