FPÖ gibt der heimischen Wirtschaft im Protest gegen Tempo 100 Limit recht. Doch die Wirtschaft hat in der Tiroler Volkspartei keinerlei Stellenwert mehr.

Für FPÖ-Landesparteiobmann KO GR Mag. Markus Abwerzger sind die Aussagen des Seilbahnsprechers und ehemaligen Unterinntaler Nationalrat Franz Hörl in die Kategorie „verfrühter Aprilscherz“ einzuordnen. Er forderte medial auch im Oberland ein durchgehendes Tempo 100 Limit. „Hörl veräppelt nun sogar schon Medial seine schwarzen Genossen“, so Abwerzger, der darauf verweist, dass die FPÖ die heimische Wirtschaft versteht, die sich gegen das Tempolimit ausspricht. „Fakt ist allerdings leider, dass die Wirtschaft in der Volkspartei keinerlei Stellenwert besitzt.“ Bezüglich der kürzlich präsentierten Zwischenbilanz von LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe merkt Abwerzger an:  „Die Tempo-Limit Zwischenbilanz ist unseriöse Augenauswischerei, da der Vergleichszeitraum viel zu kurz ist, und aufgrund der unterschiedlichen Wetterlage ein seriöser Vergleich gar nicht gemacht werden kann. Die Landesregierung hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Sektorales Fahrverbot kommt so und so nicht.“ Bisher scheint es, dass die Landesregierung weder mit der neuen EU-Kommission über diese Angelegenheit sprach, noch alternative Maßnahmen geprüft hat, daher kommt das sektorale Fahrverbot so und so nicht, da auch bisher kein Interesse an der Wiedereinführung gezeigt wurde.“ Er konkretisiert: „Das Tempo 100 Limit ist grünschwarze Abzocke der Autofahrer und dient nicht der Verbesserung der Lebensqualität.“ Mag. Abwerzger fordert die Regierung auf, die Zwischenbilanz über die Verhandlungen mit der EU-Kommission bezüglich sektoralem Fahrverbot vorzulegen. Mag. Abwerzger hält fest, dass ein sektorales Fahrverbot keinen dauernden Lufthunderter benötige.  „Ich verweise auf die Studie Fortschreibung § 9a Programm Tirol aus dem Jahr 2011 des Bundesumweltamtes, welches aufzeigt, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt um die Luftqualität zu verbessern.“ Auch abseits des Verkehrs gäbe es Handlungspotenzial. Die Bandbreite ist beachtlich. Das Bundesumweltamt listet auf. Errichtung neuer Transportinfrastrukturen wie vollständiger Ausbau des Korridors TEN 1, vollständiger Ausbau des Korridors TEN 5, Umsetzung des S-Bahn Konzeptes im Zentralraum von Innsbruck (Inntal, Mittenwaldbahn, Wipptal), Errichtung neuer Terminals zur zusätzlichen Verlagerung von Gütern auf die Schiene bereits im Vorlauf zu den Alpenkorridoren, Ausbau der bestehenden Terminals zum Einsatz von längeren Zugverbänden und optimierter Ausnützung bestehender und zukünftiger Bahntrassen, Erhalt und Ausbau von Regional- und Nebenbahnen im Bereich des Güterverkehrs.“ Auch abseits des Verkehrs gäbe es Handlungspotenzial. „Das Bundesumwelt hält als geeignete Maßnahmen weiters fest, die Verringerungen von Leerfahrten durch verstärkten Einsatz von Telematik und Logistikoptimierungen, die Umstellung aller Transportcontainer auf ein einheitliches Transportcontainersystems zur erleichterten Transportierbarkeit unabhängig vom Verkehrsmittel und zahlreiche andere Maßnahmen werden demonstrativ aufgezählt.“ Abschließend erinnert der Tiroler FPÖ-Chef an die effektive Bekämpfung des Hausbrandes: „Wir fordern seit Jahren Maßnahmen diesbezüglich, doch auch hier wurde bisher von der grünschwarzen Regierung nichts unternommen.“

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