Ein Vergleich innerhalb eines Jahres was die Anzahl der Unfälle betrifft ist noch lange keine Statistik und daher nicht auf Tempo 100 zurückzuführen.

Für FPÖ-Landesparteiobmann KO GR Mag. Markus Abwerzger beweist die präsentierte Zwischenbilanz von LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe, dass die Landesregierung Tempo 100-Limit unüberlegt eingeführt hat. „Tempo-Limit Zwischenbilanz ist unseriöse Augenauswischerei, da der Vergleichszeitraum viel zu kurz ist. Ein Vergleich innerhalb eines Jahres was die Anzahl der Unfälle betrifft ist noch lange keine Statistik und daher nicht auf Tempo 100 zurückzuführen, es ist einfach unseriös. Die Landesregierung hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Das sektorale Fahrverbot kommt so und so nicht.“

Abwerzger führt weiter aus: „In Deutschland ohne Tempobeschränkung, gibt es auch nicht mehr Unfälle. Am besten wäre es dann wohl, wenn man Auto ganz verbieten würde.“ Bisher scheint es, dass die Landesregierung weder mit der neuen EU-Kommission über diese Angelegenheit sprach, noch alternative Maßnahmen geprüft hat, daher kommt das sektorale Fahrverbot so und so nicht, da auch bisher kein Interesse an der Wiedereinführung gezeigt wurde.“

Er konkretisiert: „Das Tempo-100-Limit ist nichts als grünschwarze Abzocke der Autofahrer und dient nicht der Verbesserung der Lebensqualität.“ Mag. Abwerzger fordert die Regierung auf, die Zwischenbilanz über die Verhandlungen mit der EU-Kommission bezüglich sektoralem Fahrverbot vorzulegen. Mag. Abwerzger hält fest, dass ein sektorales Fahrverbot keinen dauernden Lufthunderter benötige. „Ich verweise auf die Studie Fortschreibung § 9a Programm Tirol aus dem Jahr 2011 des Bundesumweltamtes, welches aufzeigt, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt um die Luftqualität zu verbessern.“

Auch abseits des Verkehrs gäbe es Handlungspotenzial. Die Bandbreite ist beachtlich. Das Bundesumweltamt listet auf. Errichtung neuer Transportinfrastrukturen wie vollständiger Ausbau des Korridors TEN 1, vollständiger Ausbau des Korridors TEN 5, Umsetzung des S-Bahn Konzeptes im Zentralraum von Innsbruck (Inntal, Mittenwaldbahn, Wipptal), Errichtung neuer Terminals zur zusätzlichen Verlagerung von Gütern auf die Schiene bereits im Vorlauf zu den Alpenkorridoren, Ausbau der bestehenden Terminals zum Einsatz von längeren Zugverbänden und optimierter Ausnützung bestehender und zukünftiger Bahntrassen, Erhalt und Ausbau von Regional- und Nebenbahnen im Bereich des Güterverkehrs.“

„Das Bundesumweltamt hält als geeignete Maßnahmen weiters fest, die Verringerungen von Leerfahrten durch verstärkten Einsatz von Telematik und Logistikoptimierungen, die Umstellung aller Transportcontainer auf ein einheitliches Transportcontainersystems zur erleichterten Transportierbarkeit unabhängig vom Verkehrsmittel und zahlreiche andere Maßnahmen werden demonstrativ aufgezählt.“ Abschließend erinnert der Tiroler FPÖ-Chef an die effektive Bekämpfung des Hausbrandes: „Wir fordern seit Jahren Maßnahmen diesbezüglich, doch auch hier wurde bisher von der grünschwarzen Regierung nichts unternommen.“

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