Nachdem sich in der ÖVP in den vergangenen Jahren Fälle von moralisch äußerst fragwürdigem „günstigen Wohnen“ häufen, ist das Thema mit einem „das sei Sache des Herrn Mader“ nicht gegessen!

„Der medial aufgedeckte Skandal zum Gratis-Wohnrecht auf Lebenszeit für Helmut Mader in einer 188m²-Wohnung in Innsbruck ist gerade angesichts der Biografie des Herrn Mader nichts, was von der Tiroler Politik und hier zu aller vorderst von der Tiroler Volkspartei mit einem Handstreich erledigt sein kann“, so der freiheitliche Landesparteiobmann Markus Abwerzger. „Zumal es nicht das erste Mal ist, dass ÖVP(-Ex)-Politiker angesichts explodierender Mieten für den kleinen Mann mit einer moralisch äußerst fragwürdigen Interpretation von ‚günstigem Wohnen‘ auffallen, wäre es gerade an der ÖVP gelegen im Sinne ihrer sozialen Verantwortung als Regierungspartei hier ein Machtwort zu sprechen und sich nicht hinter Mader zu verstecken und aus der eigenen Verantwortung zu stehlen“, fordert Abwerzger klare Worte von der ÖVP zum Thema.

„Die Biografie des Herrn Mader liest sich (Dank der ÖVP) wie das Who’s Who der Posten in öffentlicher Hand: TIWAG-Betriebsratschef, Bundesrat, Landtagsmandatar, Landesrat, Landeshauptmannvize, Landtagspräsident, Hypo-Tirol-Aufsichtsratspräsident. Mader ließ nahezu keinen einflussreichen und zumeist vom Steuerzahler auch äußerst gut bezahlten Posten in Tirol aus“, so Abwerzger weiter, „von den ganzen Ehrenzeichen noch gar nicht zu sprechen. Angesichts dessen mutet es umso fragwürdiger an, dass man trotz entsprechend hoher Pension auf ein Gratis-Wohnrecht zurückgreifen muss.“

„Abschließend stellt sich die Frage, ob die ÖVP angesichts vergangener Fälle und dem aktuellen ‚Fall Mader‘ das Thema ‚leistbares Wohnen‘ nicht grundsätzlich falsch definiert“, befürchtet Abwerzger, der von Landes- und Stadt-ÖVP fordert, hier Licht ins schwarze Dunkel in dieser höchst aufklärungswürdigen Geschichte zu bringen, die dem Ansehen der Politik insgesamt sehr schadet. Sollte es sich herausstellen, dass die Geschichte – wie berichtet – der Wahrheit entspricht, ist auch Landeshauptmann Platter gefordert entsprechend Stellung zu beziehen!

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