Freiheitlicher Landesparteiobmann sieht keinen Sinn dahinter, dass sich die Politik selbst ehrt und plädiert für eine generelle Abschaffung von Politikerehrungen

„Ich habe mir schon immer die Frage gestellt, wo der tiefere Sinn dahintersteckt, wenn sich die Politik selbst Ehrungen verleiht“, erklärt FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger. „Gerade der Fall Mader, aber auch andere Fälle der Vergangenheit wie z.B. Sanader haben eindrucksvoll bewiesen, wie falsch man mit einer solchen Ehrung liegen kann, einmal ganz davon abgesehen, dass Politiker zudem aus dem Steuertopf doch durchaus ordentlich entlohnt werden“, stellt Abwerzger Politikerehrungen generell zur Debatte.

„Ehrungen für Politiker kann aus meinem Verständnis nur das Volk selbst vergeben. Hier sehe ich jedoch das zentrale Problem, das dieses Selbstgebauchpinsle offenbar für gewisse politische Kreise nötig macht: Wo findet man in Regierungsparteien heute überhaupt noch ehrungswürdige Idealisten, wo findet man dort noch ehrungswürdige gewissenhaft verrichtete politische Arbeit? Ich sehe dort nur mehr das Drüberfahren über den Bürger, der einem dafür dann auch noch dankbar sein soll“, so Abwerzger, der vielmehr allein die Tätigkeiten der Freiwilligen und wirklich großer verdienter Persönlichkeiten ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen würde.

„Wenn das Volk einem Politiker wegen seiner hervorragenden Verdienste um unser Land als große verdiente Persönlichkeit sieht und eine Ehrung zukommen lassen möchte, dann wird es auch selbst einen Weg finden, dafür braucht es aber mit Sicherheit keine Ordens-, Verdienstkreuz- oder Ringverleihungen, sondern eigentlich nur einen entsprechend wertschätzenden Umgang der Bürger“, so Abwerzger abschließend.

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