ÖVP-Grün Regierung hätte bereits viel früher agieren müssen.

Für FPÖ-Landesparteiobmann LAbg. Mag. Markus Abwerzger kommt die Wiedereinführung des sektoralen Fahrverbotes viel zu spät: „Die Landesregierung hätte bereits früher agieren müssen, doch die Grünen blockierten die Entscheidung mit ihrem Tempo-100-Limit, welches sich ja als untauglich herausgestellt hat.“ Abwerzger konkretisiert: „Die EU hat uns nicht zu interessieren. Es geht um die Lebensqualität der Tirolerinnen und Tiroler.“

Verkehrssprecher LAbg. GR Edi Rieger erinnert an die vor wenigen Monaten präsentierte Jahresbilanz von LH-Stv. Felipe, die für ihn noch kein Beweis für eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität ist: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, denn um seriöse Daten zu haben braucht es einen Vergleichszeitraum von mehreren Jahren, speziell in den Wintermonaten. Ich erinnere daran, dass der Winter 2014/2015 einer der nebelärmsten Winter seit Jahren war“, so Rieger. Für ihn steht fest: „Natürlich wird eine Temporeduzierung ein gewisser positiver Faktor sein, wenn man beispielsweise 30 km/h fährt, dann ist es was anderes als mit 130 Stundenkilometer.“

Rieger ergänzt: „Ich verweise auf die Studie Fortschreibung § 9a Programm Tirol aus dem Jahr 2011 des Bundesumweltamtes, welches aufzeigt, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten braucht um die Luftqualität zu verbessern. Auch abseits des Verkehrs gäbe es Handlungspotenzial. Die Bandbreite ist beachtlich. Das Bundesumweltamt listet auf. Errichtung neuer Transportinfrastrukturen wie vollständiger Ausbau des Korridors TEN 1, vollständiger Ausbau des Korridors TEN 5, Umsetzung des S-Bahn Konzeptes im Zentralraum von Innsbruck (Inntal, Mittenwaldbahn, Wipptal), Errichtung neuer Terminals zur zusätzlichen Verlagerung von Gütern auf die Schiene bereits im Vorlauf zu den Alpenkorridoren, Ausbau der bestehenden Terminals zum Einsatz von längeren Zugverbänden und optimierter Ausnützung bestehender und zukünftiger Bahntrassen, Erhalt und Ausbau von Regional- und Nebenbahnen im Bereich des Güterverkehrs.“

Rieger konkretisiert: „Das Bundesumweltamt hält als weitere geeignete Maßnahmen fest, die Verringerungen von Leerfahrten durch verstärkten Einsatz von Telematik und Logistikoptimierungen, die Umstellung aller Transportcontainer auf ein einheitliches Transportcontainersystems zur erleichterten Transportierbarkeit unabhängig vom Verkehrsmittel und zahlreiche andere Maßnahmen werden demonstrativ aufgezählt.“

Abwerzger hält abschließend fest: „Es wäre notwendig gewesen das sektorale Fahrverbot sofort wieder zu verordnen, und den Brüsseler Behörden die Stirn zu bieten, anstatt obrigkeitshörig auf die Knie zu gehen.“

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