Anfragebeantwortung bestätigt Freiheitliche in ihrer Forderung nach begleitenden Maßnahmen

„Unsere Anfrage im Tiroler Landtag bzgl. des sektoralen Fahrverbots fördert interessante Zahlen zutage, die nun zu durchaus berechtigter Kritik von mehreren Seiten führen“, so der freiheitliche Landesparteiobmann Markus Abwerzger. „Bei einer Reduzierung der Transitfahrten von vier bis zehn Prozent, braucht man seitens der Landesregierung nicht von einem großen Wurf zu sprechen, zumal diese vier bis zehn Prozent aufgrund des allgemein steigenden Güteraufkommens in ein paar Jahren wieder egalisiert sind“, stellt Abwerzger klar. „Einmal mehr demonstriert Landesrätin Felipe damit das grüne Versagen in dieser Landesregierung“, macht Abwerzger auch die politische Verantwortung dafür fest.

„Begleitend zum sektoralen Fahrverbot – über dessen Ausgestaltung man sich mit Sicherheit nochmals unterhalten sollte – braucht es jedoch auch endlich andere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in unserem Land“, so Abwerzger, der hierbei besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung des Hausbrandes legen würde. „Wir verwehren uns in Zusammenhang mit diesen Maßnahmen jedoch gegen die Schikane gegen Tausende Tiroler Pendler, die neben dem grundsätzlich abzulehnenden Tempo 100, wenn es nach den Grünen geht auch noch steigende Diesel- sowie Vignettenpreise zu erdulden hätten“, stellt Abwerzger klar.

Darüber hinaus erinnert er die in der Studie „Fortschreibung § 9a Programm Tirol“ des Bundesumweltamtes aus dem Jahr 2011 angesprochenen vielfältigen Vorschläge: „Errichtung neuer Transportinfrastrukturen wie vollständiger Ausbau des Korridors TEN 1, vollständiger Ausbau des Korridors TEN 5, Umsetzung des S-Bahn Konzeptes im Zentralraum von Innsbruck (Inntal, Mittenwaldbahn, Wipptal), Errichtung neuer Terminals zur zusätzlichen Verlagerung von Gütern auf die Schiene bereits im Vorlauf zu den Alpenkorridoren, Ausbau der bestehenden Terminals zum Einsatz von längeren Zugverbänden und optimierter Ausnützung bestehender und zukünftiger Bahntrassen, Erhalt und Ausbau von Regional- und Nebenbahnen im Bereich des Güterverkehrs.“

Zudem schlägt das Bundesumweltamt noch folgende Maßnahmen vor: „Die Verringerungen von Leerfahrten durch verstärkten Einsatz von Telematik und Logistikoptimierungen, die Umstellung aller Transportcontainer auf ein einheitliches Transportcontainersystem zur erleichterten Transportierbarkeit unabhängig vom Verkehrsmittel und noch zahlreiche andere Maßnahmen mehr.“ 

„Es gäbe also noch viel zu tun, anstatt sich selbstzufrieden mit einer einzelnen Maßnahme zufrieden zu geben“, fordert Abwerzger die Landesregierung abschließend zum Handeln auf, „schließlich geht es um die Luft- und Lebensqualität für unsere Tiroler Bevölkerung, und die sollte uns allen ein ehrliches Anliegen sein!“

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