Grüner Integrationssprecher setzte am Montag in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook ein Posting ab, in denen er katholische Ordensschwestern in pseudowitziger Art und Weise mit muslimischen Burkaträgerinnen vergleicht

„Eine riesige Sauerei“, nennt FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger die Postings auf Twitter und Facebook samt weiterer geschmackloser provozierender Kommentare, die der grüne Integrationssprecher Ahmet Demir am Montag veröffentlichte.

„Demir hat als Politiker, der für Integrationsbelange zuständig ist, definitiv seinen Beruf verfehlt, wenn man sieht, mit welcher Einstellung er an die Burkaverbots-Thematik herangeht“, so Abwerzger. „Anstatt hanebüchene pseudowitzige Vergleiche zu ziehen und darin katholische Ordensschwestern verächtlich zu machen, wäre er in seiner politischen Tätigkeit besser beraten gewesen, die letzten Jahre und Monate sinnvoll zu nützen, um von seinen türkischstämmigen Landsleuten und muslimischen Glaubensbrüdern endlich Integration einzufordern“, so Abwerzger weiter, der den grünen Integrationssprecher direkt zum Rücktritt auffordert. „Mit solch einer Einstellung hat er in der Politik, aber ehrlich gesagt auch in unserem Land nichts verloren.“

„Mit solchen Vergleichen verletzt Demir nicht nur die Würde seines politischen Amtes, sondern ruiniert damit auch dem Ruf zahlreicher gut integrierter Migranten, die gerade auch in Sachen Integrationspolitik vermehrt hinter unseren freiheitlichen Standpunkten stehen und auch den Mut aufbringen, in den sozialen Netzwerken Demirs Posting massiv zu kritisieren“, so Abwerzger weiter, der sich von den Grünen auch eine Entschuldigung bei der katholischen Kirche sowie ihren Anhängern für diese geschmacklose Grenzüberschreitung ihres Abgeordneten fordert. „Da kann man als Partei nicht einfach tatenlos zusehen!“

Jedoch sieht er auch Landeshauptmann Platter gefordert: „Wie lange duldet die ÖVP solche Abgeordnete in den Reihen ihres Koalitionspartners? Landeshauptmann Platter hat seine Verantwortung als Regierungschef wahrzunehmen und ein koalitionsinternes Machtwort zu sprechen – sind es doch gerade Vertreter seiner Partei, die sich in ihren Sonntagsreden ‚christliche Werte’ auf die Fahnen heften, die man nun nicht so ohne Weiteres beleidigen lassen darf. Da steht in dieser Frage die Glaubwürdigkeit seiner Partei auf dem Spiel“, nimmt Abwerzger auch die ÖVP in die Pflicht, der abschließend die Burkaverbotsthematik auch im Tiroler Landtag inhaltlich diskutiert wissen will, und deshalb eine entsprechende Initiative für den Herbst ankündigt.

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