Dringlichkeitsantrag der FPÖ bezüglich einem Tiroler Drogengipfel wird nun neuerlich im Landtag behandelt, da sich die Situation beinahe tagtäglich verschlimmert. Regierungsparteien und die SPÖ lenkten heute in der Sitzung ein.

FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger und Sicherheitssprecher Klubobmann Rudi Federspiel zeigen sich froh darüber, dass der Antrag der FPÖ-Fraktion bezüglich Adaptierung des Tiroler Suchtkonzeptes aus dem Jahr 2012 nun neuerlich in den Ausschüssen des Tiroler Landtages behandelt wird: „Eigentlich wäre dieser Antrag heute abgelehnt worden, wie es in den Ausschüssen zum Novemberlandtag beschlossen wurde, doch die Regierungsparteien und die SPÖ lenkten heute während der Debatte ein. Daher wird dieser Antrag – wohl aufgrund der sich täglich verschlimmerten Zuständen in Tirol – neuerlich behandelt“, so Federspiel. Mag. Abwerzger ergänzt:  „Wir fordern im Tiroler Landtag die baldige Abhaltung eines Drogengipfels, damit Mediziner und Psychologen, Vertreter der Krankenkassen, externe Experten auf dem Gebiet des Missbrauchs illegaler Suchtmittel, Mitarbeiter von sozialen Einrichtungen, Exekutivbeamte und Juristen eine Adaptierung des Suchtkonzeptes aus dem Jahr 2012 ausarbeiten“, so Mag. Abwerzger. Federspiel ergänzt, dass der Suchtmittel-Jahresbericht 2015 des Innenministeriums mehr als alarmierend ist „ Es gab im Bundesland Tirol im Jahr 2015 allein 3970 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz. Der zweithöchste Wert seit dem Jahr 2006.“ Mag. Abwerzger erinnert daran, dass bei der Erstellung des Suchtkonzeptes 2012 auf einen weiteren Begriff der Suchtabhängigkeit Wert gelegt wurde: „Im Vorwort wird betont, dass neben den illegalen verstärkt die legalen Suchtmittel sowie auch die stoffungebundenen Abhängigkeitserkrankungen bzw. Verhaltensstörungen mit eingebunden wurden. Bereiche, die wichtig sind, doch braucht es nun ein Nachjustieren bei der Suchtmittelabhängigkeit illegaler Substanzen.“ 

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