FPÖ kündigt diesbezüglich Anfrage im Tiroler Landtag an.

Der jüngste TBC-Fall an einer Kufsteiner Schule beweist für FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger, dass Handlungsbedarf gegeben ist: „Mehrere Elternteile haben mich persönlich kontaktiert und sich bei mir darüber beschwert, dass die Eltern und die Mitschüler erst so spät darüber informiert worden sind“, so Abwerzger, der darauf verweist, dass laut Medienberichten der ursprüngliche Verdacht einer offenen TBC-Erkrankung bereits vergangene Woche bestätigt wurde, erst am Dienstag dieser Woche aber die Schulgemeinschaft davon informiert wurde.

„Diese Vorgangsweise ist sehr fragwürdig, und wir werden daher im Landtag diesbezügliche Anfragen einbringen, denn es scheint so, dass die Kommunikation nicht funktioniert hat“, erläutert der FPÖ-Landesparteiobmann. Er verweist auch darauf, dass durch dieses Verhalten das Vertrauensverhältnis nachhaltig geschädigt wurde. „Mehr als fragwürdig ist auch die Behauptung der Verantwortlichen der TSD, dass der erkrankte Jugendliche im gesunden Zustand nach Österreich  eingereist wäre, das Krankenhaus aber davon ausgeht, dass der Patient bereits im kranken Zustand nach Österreich kam.“

Abwerzger erläutert auch die Problematik der medizinischen Untersuchungen in Erstaufnahmezentren: „In einer Anfragebeantwortung aus dem Jahr 2013 bemängelte selbst Landesrätin Christine Baur, dass über die Ergebnisse der medizinischen Erstuntersuchung, die im Rahmen der weiteren Betreuung zuständigen Gesundheitsämter datenschutzbedingt jedoch nur schwer Auskunft erhalten würden, da Asylwerber hierzu ihre ausdrücklichen schriftlichen Einwilligungen geben müssen. Dieser Missstand wurde von uns schon oft aufgezeigt.“

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