FPÖ kündigt Anfrage im Tiroler Landtag an.

Die Speisekarte im TirolBerg bei der Ski-WM in St. Moritz sorgt für Magenverstimmungen auf politischer Ebene. Neben dem „Innsbrucker Gröstl“ aus Deutschland wurde den Gästen „Seefelder Wildragout“ aus Ungarn und Schnitzelsemmel aus Kroatien angeboten. Für den freiheitlichen Klubobmann Rudi Federspiel ein Affront sondergleichen: „Uns wird immer erzählt, wie viel Wert auf heimische Erzeugnisse gelegt wird und wie hoch die Qualität Tiroler Produkte geschätzt wird, und dann so was. Ein Imageverlust, der noch nicht abschätzbare Folgen nach sich ziehen wird.“

Tirol-Werbung-Chef Josef Margreiter kündigte nach der Kritik an, die Karte zu ändern. „Wiederum ein Beweis dafür, dass diese Herren nichts verstanden haben. Anstatt die dringend nötige Konsequenz zu ziehen und nun tatsächliche Tiroler Qualitätsprodukte anzubieten, soll dreist der Konsument belogen werden. Abermals ein Imageschaden für das Agrarmarketing“, ist Federspiel fassungslos. „Auf jeden Fall, darf jetzt nicht zur Tagesordnung übergegangen werden. Töchterle als Koordinator und Platter als Landeshauptmann stehen nun in der Pflicht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Für den Tirol-Werbung-Chef Margreiter müssen Konsequenzen folgen“, sieht Federspiel dringenden Handlungsbedarf.

Neben Federspiel kann auch der FP-Landesparteiobmann Markus Abwerzger nicht fassen, was hier gespielt wird. „Die Tirol Werbung muss sich auf ihre Grundwerte besinnen und wieder auf lokale Tiroler Produkte vertrauen. Alles andere wird für die Tiroler und allen voran unsere Bauern auf Unverständnis stoßen“, fordert Abwerzger sofortiges Umdenken. Für die Tiroler Freiheitlichen darf es so jedenfalls nicht weiter gehen: „Wir werden auf jeden Fall eine Anfrage im Landtag einbringen und uns für die Tiroler Bauern, die sich für die Qualität der Tiroler Agrarprodukte einsetzen, starkmachen“, so Abwerzger und Federspiel abschließend.

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