Tiroler FPÖ bemängelt wiederholt fehlende Transparenz bei den Entschädigungsprozessen für Missbrauchsopfer

Für FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger ist das geplante Heimopferrentengesetz hinterfragenswürdig: „Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass die Opfer nun eine Rente bekommen, doch 300 Euro ist für einige Fälle sicher nicht angemessen, denn manche Opfer haben oft keinerlei ausreichende Verdienstzeiten, da sie aufgrund der schweren Traumatisierung, niemals im Erwerbsleben Fuß fassen konnten“, erörtert der Tiroler FPÖ-Chef. Für ihn müsste jeder Fall einzeln beurteilt werden und eine angemessene Rente je nach Einkommen ausbezahlt werden. „Das geplante Modell ist meines Erachtens wenig lebensnah, sondern hat den Anschein, dass man einfach einen politischen Schlussstrich ziehen will.“

Abwerzger erinnert diesbezüglich auch an das Agieren der Tiroler Landesregierung. Er verweist auf die jüngste Anfragebeantwortung von Landesrätin Baur bezüglich den Entschädigungsverfahren für Heimkinder: „Wir wollten jeden einzelnen Fall aufgeschlüsselt haben, wofür wieviel, oder wie wenig Entschädigung gezahlt wurde, doch diese Frage wurde von der Soziallandesrätin nicht beantwortet“, so Abwerzger, der darauf verweist, dass die Summe von knapp 2,4 Millionen Euro in keiner Relation zum schweren Leiden und den Entbehrungen der Heimkinder steht. „Es wurden oftmals ganze Lebensentwürfe zerstört, manche der Opfer konnten niemals mehr richtig im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben Fuß fassen“, erklärt der FPÖ-Landesparteiobmann, der hinzufügt: „Die Frage der Verjährung ist die eine Seite. Solidarität und Gerechtigkeit für Personen, die Opfer von Missbrauch wurden, eine andere, die wichtigere Seite für uns Freiheitliche.“

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