FPÖ erinnert daran, dass die ÖVP-Abgeordneten den Natura 2000 Prozess im Parlament gutgeheißen haben

Die große Gefahr von eventuell 140 Natura 2000 Gebietsausweisungen im Bundesland Tirol ortet FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger: „Wenn Landeshauptmannstellvertreterin Felipe nicht von der ÖVP daran gehindert wird, mit der EU weiterhin diesbezügliche Gespräche zu führen, tritt der naturschutzpolitische Supergau für den Wirtschafts-, Tourismus- und Arbeitsplatzstandort Tirol ein“, erläutert Abwerzger zu den kolportierten Aussagen von Felipe in der heutigen Tageszeitung. Er verweist auch darauf, dass die ÖVP sonst gänzlich ihre Glaubwürdigkeit verlieren würde. „Sogar die grüne Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Lunacek warf der ÖVP in der vergangenen EU-Fragestunde im Tiroler Landtag politische Kindesweglegung vor. Sie erinnerte daran, dass die ÖVP-Abgeordneten im Parlament sich immer für den Natura 2000 Prozess ausgesprochen haben“, so der FPÖ-Obmann, der ein politisches Desaster für die ÖVP ortet.

FPÖ-Nationalrat Gerald Hauser verweist widerholt darauf, dass die Nationalparkregion sowohl von Felipe als auch vom Osttiroler ÖVP-LAbg. Kuenz politisch verschaukelt wurde: „Felipe und Kuenz haben einen politischen Deal gemacht, nach dem der Kalserbach nicht als Natura 2000-Gebiet nominiert wird, obwohl es dort Vorkommen des Schutzguts Tamarisken gibt, damit ein Kraftwerksbau möglich ist, wurde dafür die Ausweisung der ganzen Isel vereinbart“, erinnert Hauser. „Zum Beispiel ist die ganze Isel von Prägraten bis Oberlienz ausgewiesen worden, obwohl das nicht zu rechtfertigen gewesen ist, weil es etwa von den Umbalfällen in Prägraten bis zur Matreier Gemeindegrenze null Prozent Anteil Tamariskenbestand gibt und im Gebiet zwischen Matrei und dem Ortsteil Huben lediglich ein Prozent“, erklärt Hauser weiter. Felipe habe dadurch der EU die Chance eingeräumt, eine massive Nachnominierung einzufordern, und trage die volle Verantwortung fürs Scheitern.

Abwerzger merkt abschließend an: „Naturschutz muss wieder in erster Linie Ländersache sein, die Tiroler wissen nämlich ganz genau, welche Flüsse und Pflanzen zu schützen sind, da braucht es keinen abgehobenen EU-Apparat.“

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