FPÖ verweist auf Anfrage an Landeshauptmann Günther Platter zu Mittelverwendung aus dem Impulspaket Tirol.

Für FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger sind die Mittelverwendungen für Hotelprojekte der Explorer Gruppe aus dem Impulspaket Tirol mehr als fragwürdig: „Diese Causa hat einen mehr als faden Beigeschmack, noch dazu kommt ja in der Gemeinde Umhausen im Ötztal der fragwürdige Grundstückerwerb hinzu“, erläutert der FPÖ-Landesparteiobmann. Er konkretisiert: „Fakt ist, dass aus dem Impulspaket in den letzten fünf Jahren acht Hotelprojekte mit insgesamt zwei Millionen Euro gefördert wurden. Darunter allerdings nur ein Neubau in der Gemeinde Obertilliach, der Rest waren Um- und Ausbauten. Fraglich ist die Berechtigung dieser Förderung, denn auf Seite 1 der Förderungsrichtlinie wird  klar definiert:  ‚Das Impulspaket Tirol erstreckt sich in erster Linie auf Unternehmen des produzierenden Sektors. Vorhaben in allen anderen Branchen/Sektoren können nur in besonders begründeten Ausnahmefällen gefördert werden, wenn mit dem jeweiligen Vorhaben ein auch überregionalgesehen überdurchschnittliches neues Angebot geschaffen wird, mit dem erhebliche positive Auswirkungen auf die regionale Wirtschafts- und/oder Beschäftigtenstruktur verbunden sind.‘“

Für Abwerzger ist die Mittelverwendung nicht nur fragwürdig, sondern er verweist auf eine Anfrage im Tiroler Landtag an Landeshauptmann Günther Platter in dieser Causa. „Umhausen ist ja kein Einzelfall, es gibt ja nun auch eine Causa Neustift im Stubaital, wo noch nicht klar ist, ob da auch Gelder aus dem Impulspaket fließen. Noch hinzukommt, dass gerade das Ötztal mehr als ausreichend Hotelbetriebe hat.“ Der FPÖ-Politiker fügt hinzu, dass „die Geldzuschüsse für die Explorer Gruppe auch ein Fall für den Landesrechnungshof werden könnten, wenn  nicht alle Fragen geklärt werden können.“

Der FPÖ-Tourismussprecher im Tiroler Landtag Alexander Gamper übt auch Kritik an der Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der heimischen Hotellerie. „Ich verstehe die jüngste Kritik der Tiroler Tourismusvereinigung in dieser Angelegenheit sehr gut.  Es stellt sich schon die Frage, ob ein Unternehmen mit bis dato sieben Hotelbetrieben noch als klein, bzw. mittleres Unternehmen gilt, für mich steht jedenfalls fest, dass – wenn schon Gelder fließen – zuerst heimische Unternehmer unterstützt werden müssten.“

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