Kabarettist Markus Koschuh outet Wolf in der Tiroler Krone als Zensor bei der jährlichen „Gambrinus Rede“ beim Gauderfest in Zell am Ziller.

„Fassungslos“ zeigt sich FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger über die Ausführungen des Tiroler Kabarettisten Markus Koschuh in der heutigen Tiroler Kronenzeitung, wonach sein Manuskript der „Gambrinus Rede“ dem Tiroler ÖVP-Klubobmann Wolf vorgelegt wurde, und er erst danach von dieser Praxis erfuhr: „Eine derartige Vorgangsweise im 21. Jahrhundert ist eine absolute Frechheit“, stellt Abwerzger klar.

Er verweist darauf, dass es ein verfassungsverankertes Grundrecht auf Freiheit der Kunst in Österreich gibt. „Wolf scheint ideologisch noch im Biedermeier des 19. Jahrhunderts verankert zu sein, vor der Revolution 1848 wurde die Kunst und die Künstler von der Politik massiv zensuriert.“ Für ihn muss diese Causa restlos geklärt werden: „Ich möchte wissen, ob sämtliche Künstler, die in den vergangenen Jahren die „Gambrinus Rede“ hielten, zensuriert wurden, bzw. die Manuskripte vorab der ÖVP übergeben wurden“, konkretisiert der FPÖ-Landesparteiobmann.

Er übt auch Kritik an den Veranstaltern des Gauderfestes: „Derartige Praktiken zu dulden, oder gar zu unterstützen, ist ein Anschlag auf die Freiheit der Kunst und eine Missachtung der Künstlerinnen und Künstler.“ Abschließend stellt Abwerzger die Frage in den Raum, „ob auch die grünen Abgeordneten im Tiroler Landtag ihre Redemanuskripte dem ÖVP-Klubobmann zur Freigabe vorlegen müssen.“

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