Tiroler FPÖ Chef verweist auf Anfrage an ehemalige Soziallandesrätin Baur, die viele offene Fragen aufgeworfen hat.

Für FPÖ-Landesparteiobmann Klubobmann Mag. Markus Abwerzger stellt sich bezüglich der vorgestellten Dreierkommission zur Aufarbeitung der Vorfälle in der Erziehungseinrichtung Martinsbühel in Zirl ebenso die Frage nach der Sinnhaftigkeit: „Es gibt umfangreiche Studien, die von namhaften Historikern erarbeitet wurden, da gebe ich dem designierten SPÖ-Chef LAbg. Georg Dornauer inhaltlich recht, wenn er den Neuigkeitswert der Erkenntnisse der Dreierkommission anzweifelt“, erläutert Mag. Abwerzger, der ebenso auf die Problematik des Verzichts auf die Verjährung verweist: „Eine Anfragebeantwortung zu meiner Anfrage bezüglich der Problematik Verjährung von der damaligen Soziallandesrätin Christine Baur aus dem Jahr 2016 hat viele Frage offen gelassen“, konkretisiert der FPÖ-Chef. „Ich wollte jeden einzelnen Fall aufgeschlüsselt haben, wofür wieviel, oder wie wenig Entschädigung gezahlt wurde, doch diese Frage wurde von der Soziallandesrätin nicht beantwortet“, so Abwerzger, der darauf verweist, dass die angegebene Summe von knapp 2,4 Millionen Euro Entschädigungszahlungen an Heimopfer in Tirol in keiner Relation zum schweren Leiden und den Entbehrungen der Heimkinder steht.

„Es wurden oftmals ganze Lebensentwürfe zerstört, manche der Opfer konnten niemals mehr richtig im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben Fuß fassen“, erklärt der FPÖ-Landesparteiobmann, der abschließend hinzufügt: „Die Frage der Verjährung ist die eine Seite. Solidarität und Gerechtigkeit für Personen, die Opfer von Missbrauch wurden, eine andere, die wichtigere Seite für uns Freiheitliche.“

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