FPÖ und RFS fordern Universität auf, die DDR-Jubelfeier endgültig zu untersagen


Nachdem die DDR-Jubelfeier beim Integrationsbüro Innsbruck verhindert wurde, hat auch die LF-Universität Innsbruck die Veranstaltung untersagt. Daraufhin sprang das Alevitische Kulturzentrum ein, dem die Sache aber auch zu heiß wurde, weshalb Interessierte nur mehr per Privatnachricht über den Veranstaltungsort unterrichtet wurden, um eine weitere Absage zu verhindern. Die Universität argumentierte damals, dass sie politischen Parteien prinzipiell keinen Raum für Veranstaltungen zur Verfügung stelle. Nun wurde aber bekannt, dass die Veranstaltung organisiert durch den Kommunistischen Studentenverband (KSV) Innsbruck doch auf der Universität stattfinden wird. Auch die umstrittene Person Hans Bauer scheint für die Universität nun kein Problem mehr zu sein.
Der FPÖ-Landesobmann LAbg. Mag. Markus Abwerzger und der Landesobmann des Ringes Freiheitlicher Studenten (RFS) Fabian Walch, BA MA sind empört. Abwerzger fordert die Universität auf, die Veranstaltung umgehend abzusagen: „Es kann nicht sein, dass ein führender Proponent der Stasi die DDR-Diktatur auf der von Steuerzahlern finanzierten Universität glorifiziert. Hans Bauer war führender Repräsentant der Justiz im DDR-Unrechtsstaat sowie Stasi-Mitarbeiter, der mehrere Publikationen veröffentlichte, in denen er die DDR verharmlost. Die Durchführung der Veranstaltung wäre ein Armutszeugnis für unsere Landesuniversität.“
Für Walch ist dies ein Affront sondergleichen, der gerade im 350sten Jubiläumsjahr der Universität ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer der DDR-Diktatur darstellt. „Dieser neuerliche Fall zeigt einmal mehr, dass die Universität zum Hort und Rückzugsort für linksextreme Gruppierungen geworden ist. Die Glorifizierung von autoritären Regimen hat am Ort der Aufklärung und des Humanismus nichts zu suchen. Die Universität muss diesen Antidemokraten endlich einen Riegel vorschieben“, so Walch, der von der Universität beantwortet haben will, wie es nun doch zur Zusage gekommen ist. „Die DDR und der Kommunismus stehen konträr zu allen Grundwerten, zu denen sich die Universität bekennt. Die Verherrlichung von autoritären Regimen hat in der Wiege von Aufklärung und freiheitlichen Grundrechten nichts zu suchen. Die Universität darf auf dem linken Auge nicht länger blind sein“, appelliert Walch abschließend.

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