FPÖ fordert behördliche Unterstützung für funktionale Exklave Jungholz 

Eine Tiroler Gemeinde hat nichts von den Lockerungen, da sie eine funktionale Exklave ist. Die Rede ist von Jungholz. Einige Jungholzer haben sich nun an die FPÖ gewandt und ihre alltäglichen Herausforderungen geteilt. Da Jungholz nur über einen schmalen Bergpfad mit Tirol verbunden ist, sind alle Erledigungen mit dem Weg über Deutschland verbunden. 

Der freiheitliche Landesobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger und der freiheitliche Bezirksobmann im Außerfern Fabian Walch, MA fordern die Zuständigen auf, hier tätig zu werden und mit den deutschen Behörden eine Sonderregelung zu vereinbaren. „Das Land könnte den Jungholzern recht unkompliziert eine Wohnhaft-Bescheinigung ausstellen, dass ein Passieren der Grenze unkompliziert wird. Darüber hinaus könnte man sich dafür einsetzen, dass der Weg nach Oberjoch und somit ins Tannheimer Tal aufgemacht wird, da jetzt ein langer Umweg über Wertach-Füssen gemacht werden muss“, fordert Abwerzger. 

„Die Jungholzer klagen über strenge Polizeikontrollen und teils unkooperative deutsche Polizisten. Dabei gibt es in Jungholz nichts mehr, kein Lebensmittelgeschäft, keine Post, keine Apotheke. Nicht mal mehr eine Bank, weshalb mittlerweile viele schon ein Konto bei einer deutschen Bank haben, was die nächsten Probleme mit sich bringt. Der Härtefallfonds der Bundesregierung wird nur auf österreichische Konten ausbezahlt, weshalb auch hier viele Unternehmer durch die Finger schauen“, zählt Walch die Alltagsprobleme der Jungholzer auf. 

Abschließend fordern die FPÖ-Politiker, dass auch in der Krise die kleine Gemeinde nicht vergessen wird und rasch der Kontakt zu den Behörden in Deutschland gesucht wird. Beide sehen nun LH Platter in der Pflicht, aktiv zu werden und beim Außenministerium zu intervenieren. 

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