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FPÖ, Liste Fritz und NEOS üben gemeinsam Kritik am Vorgehen der ÖVP

Diese Tage sind in alle Tiroler Haushalte Briefe von Landeshauptmann Günther Platter ins Haus geflattert. Sowohl die Art und Weise als auch der Inhalt werden von den Oppositionsparteien FPÖ, Liste Fritz und NEOS heftig kritisiert. Der Vorwurf massiver und völlig deplatzierter parteipolitischer Werbung mit nicht dafür vorgesehenem Steuergeld unter dem Deckmantel des Landes stehen im Raum.

„Die Tiroler VP verliert sich immer mehr in ihrer Selbstherrlichkeit. Dieser Brief ist nichts anderes als der Ego-Trip Platters. Dass Steuergeld in Zeiten wie diesen dermaßen sinnlos verschleudert wird, zeigt abermals die Abgehobenheit der ÖVP, die meint, das Lande gehöre ihr. Anstatt dieses Geld sinnvoll einzusetzen und Leid, welches durch Corona und die Maßnahmen der Regierung verursacht wurde, zumindest ein wenig zu lindern. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit und einer drohenden Weltwirtschaftskrise nie gekannten Ausmaßes, die unseren Wohlstand massiv gefährdet, wissen Platter und seine Konsorten nichts Besseres zu tun, als von ihrem Elfenbeinturm eine Botschaft der Selbstbeweihräucherung auszusenden. Selbstkritik und Fehlereingeständnisse sucht man vergeblich. Es fehlt gerade noch, dass Platter den krisengebeutelten Tirolern empfiehlt, doch einfach Kuchen zu essen, wenn sie kein Brot mehr auf dem Tisch haben“, so der freiheitliche Landes- und Klubobmann LAbg. Mag Markus Abwerzger fassungslos und erzürnt.

„Das ist eine schamlose Selbstbeweihräucherung auf Kosten der Steuerzahler. Ein Lied als Zeichen des Dankes und ein Begleitbrief des Landeshauptmanns an alle Tirolerinnen und Tiroler hilft in dieser schwierigen Zeit niemandem weiter. Wir bräuchten dieses Steuergeld dringend für Initiativen, von denen die Bevölkerung einen spürbaren Nutzen hat. Swarovski setzt 1800 Mitarbeiter vor die Tür, viele Menschen sind durch die Corona-Krise arbeitslos oder in Kurzarbeit. Die Menschen haben genug von Applaus und Liedern. Die Helden des Alltags sind reichlich beklatscht worden? Jetzt ist der Applaus verhallt, in den Genuss der versprochenen finanziellen Begünstigungen ist bis heute noch niemand gekommen. Die Tiroler brauchen ein Einkommen zum Auskommen! Beim Bonus für die Bediensteten in den Altenheimen, Spitälern und Sprengeln war es Platter, Tilg & Co nicht zu blöd, einzelne Berufsgruppen wegzustreichen und ihnen keinen Bonus zukommen zu lassen. Stattdessen bekommen sie jetzt ein Lied. Platter soll sich auf die Hinterfüße stellen und Vorbereitungen für den Herbst treffen. In seinem Schreiben tut er glatt so, als ob wir in Tirol eine Insel der Seligen wären und Corona einen weiten Bogen um unser Land machen würde. Platter soll den dringend notwendigen Pandemieplan ausarbeiten, damit wir im Falle des Falles wissen, was zu tun ist. Dafür soll er seine ganze Energie verwenden und das Steuergeld der Menschen für ihr Wohlergehen einsetzen“, stellt Liste Fritz-Klubobfrau LAbg. Dr. Andrea Haselwanter-Schneider fest.

„Während Tausende Unternehmer_innen in Tirol gerade per Post Exekutionen über die Tourismusabgabe erhalten haben, verschickt der Landeshauptmann zeitgleich Briefchen an alle Tiroler_innen und macht Werbung für sein in Auftrag gegebenes
Liedchen „Tirol haltet z’samm“. Mit dieser Vorgehensweise zeigt Platter deutlich, um was es ihm geht. Die eigene Vermarktung und Show ist ihm wichtiger als die Bewältigung der größten Wirtschaftskrise. Die Unternehmer_innen werden damit komplett allein gelassen, während sich die Landesregierung mit Steuergeld abfeiern lässt“, so Klubobmann der NEOS LAbg. Dominik Oberhofer.

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