Für FPÖ-Landesparteiobmann steht fest, dass der Expertenbericht zum „Management Covid-19-Pandemie“ noch lange für Diskussionen sorgen wird, und er fordert personelle Konsequenzen auf allen Ebenen.

Der Expertenbericht zum „Management Covid-19-Pandemie“ ist für den Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger eine wahre „Politbombe“. „Fakt ist, dass der Bericht teilweise mehr Fragen aufwirft als er Antworten gibt, gerade die Rolle der schwarz-grünen Bundesregierung muss noch weiter auf Bundesebene geklärt werden“, hält Mag. Abwerzger fest, der darauf beweist, dass ja Bundeskanzler Sebastian Kurz, im vorliegenden Bericht, sich nicht mehr genau erinnern kann, welche Experten ihm zur Verhängung der sofortigen Quarantäne für das Paznauntal und St. Anton am 13. 3. 2020 veranlasst haben: „Der Bericht beschreibt dann nämlich genau, was diese Veranlassung ausgelöst hat, bzgl. dem unglaublichen und medizinisch nicht überwachten Abreisechaos von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den tausenden Touristen“, erläutert Mag. Abwerzger, der auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober scharf kritisiert: „Warum hat das Ministerium unter seiner Führung wochenlang tatenlos zugesehen, warum wurde der damals in Ausarbeitung befindliche Pandemieplan nicht veröffentlicht, diese Fragen müssen beantwortet werden“, so Mag. Abwerzger, der sich von der Kommission auch eine Befragung des grünen Ministers erwartet hättet.

Unglaublich ist für den Tiroler FPÖ-Obmann das Agieren von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg: „In der größten Krise in der jüngeren Geschichte Tirol, zieht er sich einfach aus dem operativen Geschäft zurück, und beauftragt – nicht rechtskonform – den Landesamtsdirektor Herbert Forster mit der Führung der Agenden der mittelbaren Bundesverwaltung, was seine Aufgabe gewesen wäre, so was glaubt man nicht, doch der Bericht deckt es auf“, konkretisiert Abwerger, der sowohl den Öffentlichkeitschef des Landes, Florian Kurzthaler, und den Landessanitätsdirektor, Franz Katzgraber, als rücktrittsreif bezeichnet: „Falscheinschätzungen der Gefährlichkeit des Virus, mediale Falschinformationen am 5. 3. 2020 und am 8. 3. 2020 durch die Medienabteilung des Landes und der Sanitätsdirektion dürfen nicht folgenlos bleiben, denn diese Akte sind mitursächlich für das Pandemie-Debakel.“ Klärungsbedürftig ist für Mag. Abwerzger weiterhin die Rolle von LH Günther Platter: „Mir kann niemand sagen, dass er über diese gesamten Vorgänge im Landhaus und den Landesbehörden nicht informiert war. Auch seine Verantwortung wird noch zu klären sein.“

Für Abwerzger ist positiv, dass die Kommission auch eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft erstattet hat, nämlich, dass der Bürgermeister von Ischgl, Werne Kurz, rechtswidrig, eine Verordnung, erst am 14. 3. 2020 ausgehängt hat, und nicht wie er sollte am 13. 3. 2020. Für Mag. Abwerzger steht fest: „Dieser Bericht wird noch lange zu Diskussionen sorgen, und es braucht endlich personelle Konsequenzen auf allen Ebenen.“

» Hier « geht’s zum Bericht der Untersuchungskommission sowie zur Aufzeichnung der Präsentation.

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